Gedenkstätte am Ort der Großen Gemeindesynagoge für die während der Zeit des Nationalsozialismus ausgegrenzten, verfolgten und ermordeten Jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leipzig |
„Mit der Eröffnung dieser Gedenkstätte macht sich unsere Stadt ein Ethos zu eigen, an dem sie zu messen sein wird. In Zukunft werden wir uns diesem Anspruch stellen müssen. Da gibt es kein Herausreden mehr. Diese Gedenkstätte wird nicht nur ein Ort der Ruhe und der Erinnerung sein. Von nun an bildet sie zugleich einen Stachel im Fleisch unserer Stadt, der uns zu kritischer Aufmerksamkeit und ständiger Wachsamkeit zwingt, allen Zumutungen gegenüber, die der Mensch dem Menschen antun kann. Weil wir schlicht den Raum unserer Zukunft öffnen, wenn wir in unserem alltäglichen Tun die Lehren aus dieser fortdauernden Vergangenheit ziehen. Diese Vergangenheit ist nicht tot – weil wir uns an sie erinnern. Und wir erinnern uns an sie, weil wir aus ihr lernen wollen. Und diese Vergangenheit wird niemals tot sein, weil wir dieses Gelernte für die zukünftige Geschichte unserer Stadt verpflichtend machen wollen.“
Wolfgang Tiefensee Oberbürgermeister der Stadt Leipzig bei der Einweihung der Gedenkstätte am 24. Juni 2001
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