Rathenaustraße - Juden in Sachsen

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Rathenaustraße

1925

Rathenaustraße

  • Anliegerstraße in Leutzsch

  • bis 2001 Name der heutigen August-Knauer-Straße in Mölkau

  • bis 2001 Name der Ehrenberger Straße in Rückmarsdorf


1925 wurde die ehemalige Bahnhofsstraße in Leipzig-Leutzsch nach dem Politiker und Schriftsteller Walther Rathenau in die Rathenaustraße umbenannt.

Walther Rathenau war der Sohn des Gründers der Allgemeinen Electricitäts-Gesellschaft, Emil Rathenau. Rathenau wurde 1893 Direktor der von der AEG in Bitterfeld bei Leipzig errichteten Eletrochemischen Werke. Seit 1915 war Rathenau Präsident der AEG und wirtschaftspolitischer Berater der Reichsregierung.

Im Januar 1922 ernannte ihn Reichspräsident Ebert zum Außenminister der Weimarer Republik. Rathenau bemühte sich darum, die internationale Isolierung Deutschlands aufzubrechen. Er schloss, nachdem ihm an der „westlichen Front“ kein diplomatischer Erfolg beschieden war, mit Sowjetrußland den Rapallo-Vertrag.

Im Juni 1922 ermordeten ihn Attentäter der rechtsradikalen „Organisation Consul“ in Berlin. Im gegen die Mörder angestrengten Prozess des Staatsgerichtshofs in Leipzig wurde bei der Urteilsverkündung aber weniger der politischen Motive der Attentäter gedacht, sondern vielmehr das Tatmotiv allein auf ihren „blindwütigen Judenhass“ zurückgeführt.

Von 1930 bis 1937 wohnte in der Villa Rathenaustraße 23 der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, Dr. C. Goerdeler (1884 – 1945).

 
 
 
 
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