Plautstraße - Juden in Sachsen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Plautstraße

1908

Die Plautstraße wurde 1908 nach dem Gründer des Bankhauses, H. C. Plaut, und Stifter Jacob Plaut benannt.

Die Bank finanzierte neue Eisenbahnen, die Entwicklung der osteuropäischen Wirtschaft, vor allem aber die Leipziger Messe und den Rauchwarenhandel. Die von Jacob Plaut geschaffene Jacob-Plaut-Stiftung in Nordhausen (Jacob-Plaut-Krankenhaus) und Leipzig spendete noch zu Lebzeiten des Stifters Millionenbeträge für wohltätige Zwecke. Jacob Plaut war Ehrenmitglied der Israelitischen Gemeinde zu Leipzig.

Nach der Machtübernahme Hitlers wurde die Firma H. C. Plaut liquidiert. 1935 bis 1945 wurde die Plautstraße von den Nationalsozialisten umbenannt.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 101.

  • Klank, Gina, Griesbach, Gernot: Lexikon Leipziger Straßennamen, Verlag im Wissenschaftszentrum, 1995, Leipzig, 168.

  • Reinhold, Josef: Zwischen Aufbruch und Beharrung. Juden und jüdische Gemeinde in Leipzig während des 19. Jahrhunderts, Sächsisches Druck- und Verlagshaus, Dresden, 1999, 30.

 
 
 
 
Suchen
Counter
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü