Philipp-Rosenthal-Straße - Juden in Sachsen

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Philipp-Rosenthal-Straße

1926

1926 wurde die Straße nach Philipp Rosenthal (1855-1937), einem Unternehmer und Mitbegründer des Messeamtes, benannt und trägt seitdem, mit Unterbrechung von 1936-1945, dessen Namen. Der Geheime Kommerzienrat Dr.- Ing. h.c. Phillip Rostenthal, Gründer der weltbekannten Porzellanfabrik in Selb in Bayern, trat als engagierter Förderer der Leipziger Messe sowie keramischer Forschung und Ausbildung hervor.

Während des Ersten Weltkriegs gründete Rosenthal 1915 die Zentralstelle für Interessenten der Leipziger Messe e. V., eine große Organisation für Aussteller und Käufer und war 1916 einer der drei Unterzeichner der Gründungssatzung des Messeamtes.

1929 war die „Rosenthal AG“ mit rund 7.000 Beschäftigten  einer der größten Porzellanhersteller Deutschlands. Rosenthal errichtete die Stiftung für wissenschaftliche Zwecke der keramischen Industrie.

Nach ihrem Machtantritt betrieben die Nationalsozialisten die Enteignung des Unternehmens. Rosenthal wurde1934 gezwungen, von seinem Posten im Aufsichtsrat des Unternehmens zurückzutreten. 1936 stellte man ihn unter Vormundschaft. Rosenthal starb im März 1937 in Bonn.

Literatur:

  • Klank, Gina, Griesbach, Gernot: Lexikon Leipziger Straßennamen, Verlag im Wissenschaftszentrum, 1995, Leipzig, 167.

  • Neue deutsche Biographie / hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. –  Duncker & Humblot, Berlin, Bd. 22, 79f.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 510.

 
 
 
 
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