Natonekstraße - Juden in Sachsen

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Natonekstraße

2001

Da es nach der Eingemeindung von Miltitz und Mölkau in die Stadt Leipzig zum 01.01.1999 den Straßennamen »Geschwister-Scholl-Straße« insgesamt dreimal gab, mussten zwei dieser Straßen umbenannt werden. Am 06.12.2000 wurde beschlossen, der Gohliser Geschwister-Scholl-Straße mit Wirkung vom 01.04.2001 den Namen Natonekstraße zu geben.

Der Journalist und Schriftsteller Hans Natonek (1892-1963) lebte seit 1917 in Leipzig und schrieb u. a. Kritiken für das Leipziger Tageblatt und die Neue Leipziger Zeitung.

Nachdem die Nationalsozialisten seine Schriften verbrannt hatten, floh er nach Prag, dann 1938 weiter nach Paris und nach der Besetzung Frankreichs über Portugal in die USA. 1946 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Hans Natonek verfasste zahlreiche Schriften. Er schrieb Essays, Feuilleton, Kritiken und Glossen, darunter auch zeitkritische Werke (Geld regiert die Welt, 1930). Er starb am 23.10.1963.

Sein Sohn Wolfgang Natonek (1919 bis 1994) wurde in Leipzig geboren, studiert an der Universität Zeitungswissenschaften. Als erster frei gewählter Studentenratsvorsitzender geriet er in Konflikt mit der SED und wurde zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt. Nach seiner Entlassung acht Jahre später ging er an die Universität Göttingen.

Die Universität Leipzig verlieh ihm 1992 eine Titularprofessur.

Literatur:

 
 
 
 
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