Mendelssohnstraße - Juden in Sachsen

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Mendelssohnstraße

1864

Die Mendelssohnstraße ist eine Anliegerstraße in der inneren Leipziger Westvorstadt (Ortsteil Zentrum-West).

Die 154 m lange Straße beginnt an der Elsterstraße und führt geradlinig in südwestliche Richtung, nimmt die von Südosten kommende Alexanderstraße auf und mündet auf die Friedrich-Ebert-Straße (hier ursprünglich: »Weststraße«, zwischenzeitlich »Hindenburgstraße«). Die geradzahligen Hausnummern befinden sich auf der nordwestlichen Straßenseite. Seit dem 01.07.1993 gehört die Straße zum Postleitbezirk 04109.

Die Straße wurde im dritten Viertel des 19. Jahrhunderts angelegt. Bis ca. 1880 führte sie nach Westen ein Stück über die Weststraße hinaus und endete als Sackgasse am Elstermühlgraben. Im Jahr 1864 erhielt die Straße den Namen Mendelssohnstraße (nach dem Komponisten und Kapellmeister F. Mendelssohn Bartholdy, 1809-1847). Im Jahr 1935 wurde die Mendelssohnstraße aus rassistischen Gründen* in Anton-Bruckner-Straße umbenannt (nach dem Komponisten und Organisten A. Bruckner, 1824-1896).

Am 19.05.1945 wurde die Straße unter US-amerikanischer Verwaltung mit sofortiger Wirkung in Mendelssohnstraße zurückbenannt.

Quellen

  • Stadtarchiv Leipzig (Hrsg.): LEXIKON Leipziger Straßennamen. Leipzig: Verlag im Wissenschaftszentrum, 1995. S. 149-150


*) F. Mendelssohn Bartholdy galt den Nationalsozialisten als Jude, obwohl schon dessen Vater zum Protestantismus übergetreten war und er selbst Mitglied der Leipziger Reformierten Gemeinde war.

 
 
 
 
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