L - Lippowitz - Juden in Sachsen

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Zu folgenden nicht verlinkten Namen wird noch geforscht. Sobald die Ergebnisse fertig sind, werden sie hier veröffentlicht. Wir bitten noch um etwas Geduld.

Lambertz, Maximilian (1882 - 1963)
Lampel, Samuel (1884 - 1942 im KZ Auschwitz)
Landau, Hilde (1905 -  )
Landau, Richard (1864 - 1903)
Landau, Siegfried (1895 - 1962)
Landesberg, Ber Bernhard (1882 - 1940 im KZ Sachsenhausen)
Landesberg, Chaje Anna (1895 -  )
Landmann, Fritz Moritz (1885 -  )
Landsberger, Benno (1890 - 1968)
Landstein, Bronia Brocha (1923 – 1945 in Flößberg, Außenlager KZ Buchenwald)
Lanzkron, John (1906 -  )
Lasker, Eduard (1829 - 1884)
Lassalle, Ferdinand (1825 - 1864 )
Laszlo, Bela (1928 - 1945 in Flößberg, Außenlager KZ Buchenwald)
Lazarus, Moritz (1824 - 1903)
Lebengarc, Johanan (1900 -  )
Leberecht, Carl (1860 - 1929)
Lederberger, Isaak Ignatz (1890 - 1942 im Ghetto Riga)
Lederer, Wilhelm (1928 - 1945 in Flößberg, Außenlager KZ Buchenwald)
Ledermann, Martin (1896 -  )
Lehmann, Emil (1829 - 1898)
Lehr, Johanna (1873 -  )
Lehr, Ludwig Raphael (1863 - 1941)
Lehrfreund, Benjamin Wolf (1861 - 1918)
Lehrfreund, Ludwig (1893 - 1954)
Lehrfreund, Regina (1872 - 1939)
Leibel, Käthe (1914 -  )
Lenhard, Hermann Oskar (1876 -  )
Leonhardt, Marietta (1878 - 1971)
Leopold, Fritz (1896 -  )
Leow, Hans (1907 – 1943)
Leppoc, Albert (1806 -  )
Levi, Friedrich Wilhelm (1888 - 1966)
Levi, Gerd (1659 - 1739)
Levi, Herz (1766 - 1823)
Levi, Löbel
Levi, Salomon (1882 -  )
Levy, Albert (1886 -  )
Levy, Baruch Aaron (1716 – 1774)
Levy, Clara (1900 -  )
Levy, Jeremias (1889 -  )
Levy, Josef (1898 - )
Lewek, Ernst (1893 - 1953)
Lewertow, Chaim Joachim (1880 -  )
Lewertow, Sara Sophie (1887 -  )
Lewin, Aron Moses (1874 - 1943 im Ghetto Theresienstadt)
Lewin, Fedor (1868 - 1942)
Lewin, Gertrud (1898 -  )
Lewin, Karl Heinrich (1901 -  )
Lewin, Käthi Karoline (1878 - 1942)
Lewin, Leopold (1893 - 1918)
Lewin, Mussja (1874 -  )
Lewin, Reinhold (1888 - 1943 im KZ)
Lewinsohn, Alfred (1898 - 1918)
Lewinsohn, Jenny (1874 - 1942)
Lewiter, Ida (   - 1945 in Flößberg, Außenlager KZ Buchenwald)
Lewy, Julie (1888 -  )
Lewy, Leo (1892 - 1944)
Lewy, Ludwig Philipp (1889 -  )
Leyser, Emil (1871 - 1936)
Licht, Barnet (1874 - 1951)
Lichtenstein, Leon (1878 - 1933)
Liebermann, ( - Roßwiese), Erich Hans (1886 - 1942 im Ghetto Riga)
Liepmann, Adolf (1893 - 1976)
Lilienfeld, Julius (1882 - 1963)
Lilienthal, Saul (1877 - 1944 im KZ Auschwitz)
Lindemann, Herbert Josef (1906 -  )
Lipiner, Siegfried (1856 - 1991)
Lipinski, Richard (1867 - 1936)
Lippert, Eduard (1787 -  )
Lippmann, Michael (um 1875 -  )
Lippmann, Walter (1895 - 1986)
Lippmann, Wolf (1812 -  )
Lippowitz, Moritz (1835 - 1897)

 

Lewek, Ernst
* 1893 Leipzig
* 1953 Leipzig

Friedrich Ernst Lewek (* 18. Dezember 1893 in Leipzig; † 8. November 1953 in Leipzig) war ein deutscher evangelischer Pfarrer jüdischer Herkunft, Gegner des NS-Regimes, Häftling im KZ Sachsenburg, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), Mitglied des Landtags von Sachsen und der Volkskammer der DDR.

Der Sohn eines Goldschmieds wurde 1893 in Leipzig geboren und besuchte die dortige Thomasschule und die Kreuzschule in Dresden. Nach dem Ablegen seiner Hochschulreife nahm er ein Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Heidelberg auf, das er im Sommer 1918 unterbrach. Er meldete sich als Kriegsfreiwilliger beim Grenadier-Regiment Nr. 101 in Dresden, mit dem er ab November desselben Jahres im Feld stand. Nach einer Verwundung bei La Ville-aux-Bois in Frankreich im Mai 1915 wurde er im Februar 1916 als Invalide und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet aus dem Militär entlassen und zog in die elterliche Wohnung in Leipzig. Er setzte sein Studium bis zum Januar 1918 an der Universität Leipzig fort und wurde im selben Jahr zum Pfarrer ordiniert. 1919 wurde er als Hilfsgeistlicher in Radeberg angestellt, 1920 berief man ihn zum Diakon an der Plauener Luthergemeinde. 1926 kehrte er in seine Heimat zurück und trat die dritte Pfarrstelle an der Leipziger Nikolaikirche an. Nach der Machtübertragung an die NSDAP beteiligte er sich an illegaler antifaschistischer Arbeit und wurde 1935 in „Schutzhaft“ genommen und ins KZ Sachsenburg überstellt. 1938 wurde er von der sächsischen Kirchenleitung seines Dienstes enthoben und erhielt bis 1945 ein Verbot jeglicher geistlicher Betätigung. 1939 wurde er erneut inhaftiert. Von 1944 bis 1945 musste er im Außenlager Osterode des KZ Mittelbau-Dora Zwangsarbeit in einem rüstungswichtigen Betrieb leisten.

Als die NS-Herrschaft beseitigt war, trat Lewek in die Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR) ein. Seine Erfahrungen als Verfolgter brachte er in die Arbeit der VVN ein, deren sächsischer Landesleitung er angehörte. Seit 1949 war auch Mitglied des Zentralvorstandes der VVN. Am 8. Juni 1950 konstituierte sich in ihr ein Arbeitsausschuss Geistliche in der VVN. Besonders trat Lewek hervor, als er zusammen mit den Geistlichen Bruno Theek (evangelisch), Karl Fischer (katholisch) und Werner Sander (jüdisch) einen Aufruf „An alle, die Gott vertrauen!“ unterzeichnete, in dem diese Geistlichen zum Widerstand gegen die Wiederbewaffnung Westdeutschlands und die damit verbundene Vertiefung der Spaltung Deutschlands aufriefen.

Am 19. Oktober 1950 wurde Ernst Lewek zum Abgeordneten der DDR-Volkskammer mit dem Mandat der VVN gewählt. Von 1950 bis 1952 war er zugleich Mitglied des Sächsischen Landtags unter dem Mandat der VVN.

Lewek war verheiratet mit Dorothea (Dora) geb. Richter (1894–1970). Der Ehe entstammen sieben Kinder. Seine Tochter Christa Lewek setzte das antifaschistische Engagement in ihrem Kirchenamt als Oberkirchenrätin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg und im Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR mit eigenen Akzenten fort.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Lewek

Hörstolperstein: http://hoerstolpersteine.net/horstolperstein-fur-den-pfarrer-ernst-lewek-aus-leipzig/

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25.08.2016 | LVZ | Gemeindesaal heißt nun Ernst Lewek
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai den historischen Saal im Predigerhaus in Ernst-Lewek-Saal umbenannt. 16 Kinder und Enkel des ehemaligen Pfarrers der Nikolaikirche sowie Gäste waren bei der Umbenennung dabei. Eine Tafel am Predigerhaus und ein Schild im Saal weisen jetzt auf den Namensgeber hin. Von 1926 bis 1938 war Ernst Lewek Pfarrer in der Nikolaikirche. Da sein Vater Jude war, wurde er am 23. August 1935 zum ersten Mal verhaftet. Auf den Tag genau 81 Jahre nach dieser Verhaftung bekam der Gemeindesaal seinen Namen. [weiter...]

Ernst Lewek
 
 
 
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