Kroch-Hochhaus - Juden in Sachsen

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Kroch-Hochhaus

1928

Das Krochhochhaus wurde von dem Architekten German Bestelmeyer entworfen und als Bankhaus Kroch jr. im Auftrag des Bankiers Hans Kroch 1927/28 erbaut.

Mit seinen elf Geschossen ist das Haus 43 Meter hoch und überragt die umliegenden Gebäude um drei Stockwerke. Diese drei letzten Stockwerke durften jedoch erst aufgesetzt werden, nachdem vorher mit Hilfe einer Attrappe die städtebauliche Wirkung des Hochhauses geprüft worden war. Es handelt sich bei dem Hochhaus um das erste in Stahlbetonbauweise in Leipzig. Des weiteren wäre noch auf das Glockenspiel auf dem Dach hinzuweisen, welches volle und viertel Stunden anzeigt, sowie auf die Turmuhr darunter, von der man auch die Mondphasen ablesen kann.

Heute befindet sich im Krochhochhaus das Ausstellungszentrum der Kunstsammlungen der Universität Leipzig.

Hans Kroch wurde 1887 in Leipzig geboren. Er  war seit 1921 Besitzer des Bankhauses Kroch jun. KG. A.A., das er von seinem Vater übernommen hatte. Kroch ließ außer dem nach ihm benannten Hochhaus am Augustusplatz, eine Wohnsiedlung in Gohlis bauen. Er gehörte dem Vorstand des Israelitischen Schulvereins an, der die Höhere Israelitische Schule unterhielt, und war Gründungs- und Aufsichtsratsmitglied der Leipziger Messe AG.  Er floh vor den Nationalsozialisten zunächst nach Argentinien und ging später nach Jerusalem.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 404f.

  • Kirchhof, Heike: Jüdisches Leben in Leipzig: Gestern - Heute - Morgen: Ein Literatur- und Bestandsverzeichnis der Rolf-Kralovitz-Bibliothek der ECS Stiftung Leipzig, Leipzig, 2006, 132.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 321.


 
Kroch-Hochhaus
 
 
 
Suchen
Counter
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü