Judengasse - Juden in Sachsen

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Judengasse

1359 - 1440

Mittelalterliche Quellen berichten über die Anwesenheit von Juden in Leipzig bereits für das 13. Jahrhundert. Danach gab es eine jüdische Gemeinde, die über eine Synagoge verfügte. Die Wohnungen der ansässigen Juden der „Ersten Jüdischen Gemeinde“ (1350 bis etwa 1440) befanden sich in und rund um den Fleischerplatz (jetzt Goerdelerring/Richard-Wagner-Platz). Laut Stadtbuch gab es um 1359  eine „Judenburg“, die Schutzgeld an den Markgrafen zahlte. Die Judenburg lag an der Pleiße in der Nähe der Barfußmühle. Die Judengasse vor der Stadtmauer war über eine besondere Pforte erreichbar, stellte aber kein Ghetto dar.

Der bekannteste Jude der „Ersten Jüdischen Gemeinde“ war der Hofjude und Bankier des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Abram Esra, auch Abraham von Leipzig genannt.

Literatur:

  • Reinhold, Josef: Zwischen Aufbruch und Beharrung. Juden und jüdische Gemeinde in Leipzig während des 19. Jahrhunderts, Sächsisches Druck- und Verlagshaus, Dresden, 1999, 9.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 276.

 
 
 
 
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