Jadassohnstraße - Juden in Sachsen

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Jadassohnstraße

1911 –

Die Jadassohnstraße in Neulindenau ist 1911 nach dem Komponisten und Musiktheoretiker Salomon Jadassohn benannt worden. Jadassohn, geboren 1831 in Wroclaw (Breslau), studierte am Leipziger Konservatorium und setzte seine pianistische Ausbildung bei Franz Liszt in Weimar fort. Eine schwere Handverletzung zwang ihn zur Aufgabe seines Lebensplanes, Pianist zu werden. Seit 1865 lehrte er in Leipzig und leitete bis 1900 den Chor der Gemeindesynagoge. 1866 gründete er den Chorverein Psalterion. Am Konservatorium unterrichtete er seit 1871 Theorie, Komposition und Instrumentation. 1873 zum kgl. Prof. ernannt, komponierte er über 125 Werke, Symphonien und Klavierkonzerte, Psalmen und Chorlieder. Er verfasste Lehrbücher wie die Harmonielehre (1883) und Kontrapunkt (1884).

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 189.

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie & Deutscher Biographischer Index, Saur, München, 2001.

  • Kirchhof, Heike: Jüdisches Leben in Leipzig: Gestern - Heute – Morgen: Ein Literatur- und Bestandsverzeichnis der Rolf-Kralovitz-Bibliothek der ECS Stiftung Leipzig, Leipzig, 2006, 123.

  • Neue deutsche Biographie / hrsg. von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. –  Duncker & Humblot, Berlin, Bd. 10, 260f.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 268.

  • Schinköth, Thomas: Jüdische Musiker in Leipzig 1855-1945, Klaus-Jürgen Kamprad, Altenburg. 1994, 29 – 33.

 
 
 
 
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