Israelitischer Frauenverein - Juden in Sachsen

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Israelitischer Frauenverein zu Leipzig e. V.

1853 - 1939

Der am 14.03.1853 gegründete Israelitische Frauenverein war der älteste Frauenverein Leipzigs. Er existierte bis zu seiner Zwangsauflösung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1939. Über die Jahre nahm der Verein unterschiedliche soziale Aufgaben wahr. Waren es anfangs die Probleme der durchreisenden Juden, um die sich der Verein sorgte, so kümmerte sich der Verein ab den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts um die medizinische Unterstützung und Versorgung bedürftiger jüdischer Frauen und Mädchen. Die finanziellen Mittel des Vereins stammten aus wohltätigen Stiftungen wie der Clarastiftung.

Den Verein leiteten zu verschiedenen Zeiten Mathilde Bon-Goldschmidt (1886 - 1920) und Amalia Zander (1920 - 1936). Unter der Leitung von Amalia Zander und Flora Cahn erweiterte sich der Zielkatalog des Vereins. Man widmete sich zusätzlich dem Problem der Berufsstruktur der jüdischen Zuwanderer, der Berufsberatung und Berufsausbildung junger Mädchen.

Flora Cahn, die Frau des Inhabers der Firma Gustav Arnold (Brühl 7) Alfred Cahn, war als Stellvertretende Vorsitzende des Vereins zugleich Beamtin der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig und verantwortlich für die Jugendfürsorge der Gemeinde.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 287, 405.

  • Ehpraim-Carlebach-Stiftung Leipzig [Hrsg.]: Jüdisches Jahrbuch für Sachsen und Adressbuch der Gemeindebehörden, Organisationen und Vereine 1931/32, Ausgabe Leipzig, arani, Berlin, 1994, 40.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 267.

 
 
 
 
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