Hentrich & Hentrich Verlag - Juden in Sachsen

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Aus dem Verlag Hentrich & Hentrich

Hier werden Ihnen Informationen und Leseproben aus dem Verlag Hentrich & Hentrich gegeben. So behalten Sie den Überblick über Neuerscheinungen zum Thema "Jüdisches Leben". Auch die Möglichkeit des direkten Kaufs der Bücher ist möglich.

 

EVA KEMLEIN (1909–2004)
„Berlin lebt auf!“


Eva Kemlein (1909–2004) war die Chronistin des Berliner Nachkriegs und des Berliner Theaterlebens. Als Bildjournalistin für die „Berliner Zeitung“, deren erste Ausgabe 1945 die Überschrift trug: „Berlin lebt auf!“, prägten ihre Bilder von Überlebenden – sie selbst hatte die Nazizeit als Jüdin versteckt überstanden – das Gedächtnis der Nachkriegszeit. Immer Grenzgängerin zwischen den Welten, fotografierte sie an den Bühnen Ost-Berlins und lebte im Westen der Stadt. So entstand in Kooperation mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin die Schau eines außergewöhnlichen Lebens zwischen Ost und West.

Mit Beiträgen von Jenny Erpenbeck, John Erpenbeck, Anna Fischer, Irina Liebmann, Karl-Heinz Noack, Lothar Schirmer, Chana Schütz, Hermann Simon, Paul Spieß, Martina Weinland

Ausstellung vom 7. Oktober 2016 bis 31. März 2017 im Centrum Judaicum Berlin

„Berlin lebt auf!“. Die Fotojournalistin Eva Kemlein (1909–2004)
Herausgegeben von Anna Fischer und Chana Schütz
128 Seiten, Klappenbroschur, 80 Abbildungen
EUR 14,90, ISBN: 978-3-95565-181-7

LESEPROBE

 
 
 

CHAVA PRESSBURGER
Bilder – Papierarbeiten – Skulpturen


„Als Künstlerin ist es immer so wie bei allen Künstlern – der Versuch, das Unsagbare auszudrücken. Themen, die mich besonders beschäftigen, sind das menschliche Leid und der Hass. So wie in der Shoah oder wie sie heute, in Zeiten des Terrors, zum Ausdruck kommen. Aber auch die Themen Glaube und Hoffnung, die habe ich nie aufgegeben.“

Das Werk der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden, so etwa auch mit dem Verlust des in Auschwitz ermordeten Bruders Petr Ginz. Als Überlebende der Shoah emigrierte sie 1948 von Prag nach Israel, wo sie sich als eine international anerkannte Künstlerin etablierte. Zu Anfang waren es großformatige Ölgemälde, die über die Jahre hinweg immer abstrakter wurden. Später verlagerte Pressburger ihren Schwerpunkt auf die Gestaltung von selbst geschöpftem Papier. Bei diesem Prozess kehrt sie zu den Wurzeln des Lebens zurück und spürt in diesen Momenten den Einklang von Welt und Natur.

Ilka Wonschik
Chava Pressburger
Bilder – Papierarbeiten – Skulpturen
180 Seiten, Klappenbroschur, 142 Abbildungen
EUR 24,90, ISBN: 978-3-95565-166-4

 
 
 

KARL HOFER UND MATHILDE SCHEINBERGER
Parallele Leben


Mathilde Scheinberger und Karl Hofer heirateten 1903. Sie hatten drei Söhne, von denen einer bereits im Kindesalter starb. In den 1920er Jahren nahm Karl, inzwischen ein prominenter Maler, eine Beziehung zu einer anderen Frau auf. Mathilde und Karl lebten seitdem getrennt, aber die Ehe wurde nicht geschieden. Dann kam die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. Mathilde gehörte nicht der jüdischen Religionsgemeinschaft an, galt aber nach der Rassenideologie des Nationalsozialismus als „Jüdin“, weil sie jüdischer Herkunft war. Die Ehe von Mathilde und Karl wurde 1938 geschieden. Mathilde verlor damit den Schutz der „Mischehe“ mit einem nichtjüdischen Partner. Sie wurde vier Jahre später in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet. Karl heiratete wenige Wochen nach der Scheidung seine langjährige Partnerin. Mit ihr lebte er noch siebzehn Jahre zusammen. „Parallele Leben“ bezieht sich in dieser Doppelbiographie auf zwei Lebensgeschichten, die eng aufeinander bezogen sind und sich gegenseitig intensiv beeinflussen.

Gerd Hardach
Parallele Leben. Mathilde Scheinberger und Karl Hofer
80 Seiten, Broschur, 8 Abbildungen
EUR 9,90, ISBN: 978-3-95565-167-1

 
 
 

FRÜHE NOVEMBERPOGROME 1938
und die Ermordung Robert Weinsteins


Wenige Stunden nach den Schüssen des jungen Juden Herschel Grynszpan am Morgen des 7. November 1938 in der deutschen Botschaft in Paris auf den Diplomaten Ernst vom Rath begannen in Nordhessen antijüdische Pogrome. In Kassel und anschließend in zahlreichen nordhessischen Dörfern und Städten fanden Ausschreitungen statt.
Am 8. November 1938 trieb in Felsberg eine von Einheimischen gebildete Menschenmenge den Juden Robert Weinstein (1883–1938) durch die Stadt und in den Tod. Er ist das erste Todesopfer der Pogrome im November 1938.
Die Ereignisse dienten nach dem Tod von Ernst vom Rath am 9. November dem Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels zur Auslösung der unmittelbar darauf beginnenden reichsweiten Pogrome.
Der Band beruht auf den nach 1945 durchgeführten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, die zu zwei Strafprozessen führten, und beinhaltet eine biographische Skizze von Robert Weinstein.

Kurt Schilde
Frühe Novemberpogrome 1938 und die Ermordung Robert Weinsteins
80 Seiten, Broschur, 6 Abbildungen
EUR 9,90, ISBN: 978-3-95565-169-5

 
 
 

HERMANN WALLICH
Bankier in Paris, Shanghai und Berlin

Fast ein Vierteljahrhundert hat Hermann Wallich (1833–1928) die Geschicke der Deutschen Bank an führender Stelle mitgelenkt. Dafür war er prädestiniert. Wallich stammte aus einer im Rheinland alteingesessenen jüdischen Familie. Früh mit dem internationalen Bankgeschäft vertraut, führten ihn seine Wege von Paris nach Réunion, Shanghai und Yokohama. Und so galt er bereits als ausgewiesener Kenner des überseeischen Marktes, als der Währungspolitiker Ludwig Bamberger 1870 an ihn herantrat, um ihn für den Aufbau der Deutschen Bank zu gewinnen, die vor allem in der Finanzierung des Außenhandels tätig werden sollte. Wallich willigte ein und hatte seine Lebensaufgabe gefunden.

Reinhard Frost
Hermann Wallich
Bankier in Paris, Shanghai und Berlin
96 Seiten, Broschur, 14 Abbildungen
EUR 9,90, ISBN: 978-3-95565-174-9
Jüdische Miniaturen Bd. 193

 
 
 

DAS FOTOALBUM DER CARLEBACHS
Aus der jüdischen Vergangenheit Hamburgs


Diese „Streiflichter“ stehen für gerettete, im Exil behutsam aufbewahrte und nun wiederentdeckte Bildserien aus dem jüdischen Leben Hamburgs vor und während der Shoah, die zu einer fotografischen Reise in eine vergangene, zerstörte und teils vergessene Welt einladen.
Herausgegeben vom Joseph Carlebach Institut (JCI) und begleitet von Erläuterungen sowie Zitaten aus Dokumenten und Briefen, eröffnen sie bisher unbekannte Einblicke in das öffentliche und private jüdische Leben der Stadt, wie zum Beispiel durch das Familienalbum der Carlebachs, die sichtbar bedeutenden Einfluss auf die Hamburger jüdische Gemeinde und Gemeinschaft hatten. Gerettete Privataufnahmen zeugen vom Glück und Leid der Familie Lichtheim. Das jüdische Geschäfts- und Kulturleben wird durch einmalige Aufnahmen aus der Hamburger Mazzefabrik und den Holsatia-Werken sowie aus dem Hamburger Kultur- und Jugendbund wieder lebendig. Eine Bilderserie dokumentiert die gemeinsamen Ausreise- und Fluchtvorbereitungen auf der Wilhelminenhöhe.

Miriam Gillis-Carlebach
Streiflichter aus der jüdischen Vergangenheit Hamburgs
Eine Bilderreise
Herausgegeben vom Joseph Carlebach Institut
120 Seiten, Hardcover, 261 Abbildungen
EUR 17,90, ISBN: 978-3-95565-099-5

 
 
 

Joshua R. Jacobson
Salamone Rossi
Renaissancekomponist der jüdischen Musik

Eine der faszinierendsten Gestalten in der Geschichte der jüdischen Musik ist Salamone Rossi Ebreo von Mantua (ca. 1570–1630). Rossi war ein bikultureller Musiker und ein mutiger Innovator. Neben Claudio Monteverdi und Giovanni Gastoldi wirkte er im Palast der Gonzaga, wo er weltliche Musik neuesten Stils komponierte. Doch im jüdischen Ghetto von Mantua (Italien) begann er polyphone Motetten zu hebräischen liturgischen Texten für den Gesang in der Synagoge zu schreiben – bis dato einzigartig.

Joshua R. Jacobson beschäftigt sich mit Rossis jüdischer Musik und der Gemeinschaft, für die sie geschaffen wurde. Wie gelang es dem Komponisten, die gegensätzlichen Elemente von jüdischer Liturgie und europäisch-christlicher Polyphonie miteinander zu verbinden? Wie wurde diese kontroverse Musik aufgenommen, und wie rechtfertigte man sie gegenüber Kritikern?

Joshua R. Jacobson
Salamone Rossi
Renaissancekomponist der jüdischen Musik
Aus dem Englischen von Isabelle Wagner
58 Seiten, Broschur, 10 Abbildungen
EUR 8,90, ISBN: 978-3-95565-186-2
Jüdische Miniaturen Bd. 196
auch als englische Ausgabe erhältlich

Salamone Rossi
Salamone Rossi
 
 
 

Antje Borrmann, Doreen Mölders, Sabine Wolfram (Hg.)
Konsum und Gestalt
Leben und Werk von Salman Schocken und Erich Mendelsohn vor 1933 und im Exil

Im Zentrum des Sammelbandes stehen zwei bedeutende Akteure deutsch-jüdischen Lebens: Salman Schocken als Kaufhausunternehmer, Verleger sowie Förderer jüdischer Kultur und Erich Mendelsohn als begnadeter Architekt der Moderne. Die Beiträge von Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland – u.a. der Geschichte, Literaturwissenschaft, Germanistik und Architekturgeschichte – bieten biographische Details einerseits und Einblicke in die Gesellschafts- und Kulturarbeit der Protagonisten als Juden, Intellektuelle und Visionäre andererseits. Durch die Herstellung von Referenzen zu den zeithistorischen Diskursen werden den biographischen Daten die notwendigen kulturhistorischen Konturen verliehen.

Zum Inhalt

Antje Borrmann, Doreen Mölders, Sabine Wolfram (Hg.)
Konsum und Gestalt
Leben und Werk von Salman Schocken und Erich Mendelsohn vor 1933 und im Exil
Sprachen: Deutsch, Englisch
392 Seiten, Klappenbroschur, 134 Abbildungen
EUR 29,00, ISBN: 978-3-95565-145-9

 
 
 

Rebecca Schwoch
Herbert Lewin
Arzt – Überlebender – Zentralratspräsident


Prof. Dr. med. Herbert Lewin (1899–1982) zeigte als Gynäkologe ein ausgeprägtes sozialpolitisches und sozialmedizinisches Engagement. 1933 wurden jedoch all seine Aktivitäten brutal unterbunden. Der Nationalsozialismus zerstörte mit seinem vehementen Antisemitismus nicht nur Lewins berufliches Wirken, sondern auch seine private Sphäre: Im Oktober 1941 wurde Herbert Lewin mit seiner Frau Alice, die ebenfalls Ärztin war, in das Ghetto Litzmannstadt deportiert. Alice Lewin wurde ermordet, Herbert Lewin überlebte und versuchte, nach 1945 ein neues Leben aufzubauen. Es gelang ihm, noch eine ärztlich-wissenschaftliche Karriere einzuschlagen, zudem stand er mehrere Jahre an der Spitze des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er fand erneut privates Glück. Aber der Schatten des Nationalsozialismus war lang: Seine Berufung an die Städtische Frauenklinik in Offenbach war vom ersten großen antisemitischen Skandal in der Bundesrepublik Deutschland überschattet.

Rebecca Schwoch
Herbert Lewin
Arzt – Überlebender – Zentralratspräsident
94 Seiten, Broschur, 8 Abbildungen
EUR 9,90, ISBN: 978-3-95565-152-7
Jüdische Miniaturen Bd. 186

 
 
 

Klaus Pfeiffer, Joachim Rott
Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933


Während der NS-Zeit wurden rund 39.000 deutsche Staatsbürger ausgebürgert. Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933 umfasste die Namen von 33 bekannten Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft, die zumeist nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland geflohen waren, weil sie als Gegner des NS-Regimes um ihr Leben fürchten mussten.

Der Band stellt die Geschichte des NS-Ausbürgerungsgesetzes von 1933 dar und porträtiert die Ausgebürgerten, zu denen prominente Namen wie Rudolf Breitscheid, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Wilhelm Pieck, Philipp Scheidemann, Ernst Toller, Kurt Tucholsky und Bernhard Weiß gehören.

Klaus Pfeiffer, Joachim Rott
Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933
106 Seiten, Klappenbroschur, 23 Abbildungen
EUR 9,80, ISBN: 978-3-95565-085-8
Topographie des Terrors. Notizen, Band 9

 
 
 
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