Henriette-Goldschmidt-Haus - Juden in Sachsen

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Henriette-Goldschmidt-Haus

1920 - 2000

1889 kaufte der von Henriette Goldschmidt gegründete Verein für Familien- und Volkserziehung das Gebäude. Unter anderem waren hier ein Kindergärtnerinnenseminar und das Lyzeum für Damen untergebracht. 30 Jahre, von 1902 bis zu ihrem Tode, wohnte auch Henriette Goldschmidt hier. Sie gründete zusammen mit Louise Otto-Peters und Auguste Schmidt 1865 den Allgemeinen Deutschen Frauenverein. Die Leipziger Frauenbewegung  stritt für das Recht der Frauen auf Berufstätigkeit, gründete Kindergärten und Frauenbildungsinstitute.

Nach dem Tod Henriette Goldschmidts 1920 wurde das Haus Teil der Stiftung des Musikverlegers Henri Hinrichsen, treuhänderisch verwaltet von der Stadt Leipzig.

1957 erhielt das Haus den ursprünglichen Namen Henriette-Goldschmidt-Haus. Trotz massiver Proteste wurde das Haus am 18. März 2000 abgerissen, um Platz für eine Straßenerweiterung zu machen, die bis heute (2016) nicht vollzogen wurde.

Literatur:

 
Hausnummer 16 nicht mehr im Plan
Henriette-Goldschmidt-Haus vor dem Abriss
Gedenkplatte zum Henriette-Goldschmidt-Haus
 

27.08.2016 | LVZ | Friedrich-Ebert-Straße: Baulücken verschwinden
Fassade des Goldschmidt-Hauses kehrt zurück / Neufassung für den Westplatz geplant | Begonnen hatte die Wohnungsgenossenschaft Unitas mit ihrem 2015 eröffneten Neubau Apels Bogen. Doch in nächster Zeit sollen sich rings um die Friedrich-Ebert-Straße viele weitere Lücken schließen. Jene Leipziger Trasse, die in der Vergangenheit am meisten unter Abrissen zu leiden hatte, wird nun zum Bau-Hotspot. [weiter...]

 

06.09.2016 | LVZ | Es sollte wenigstens eine Erinnerungstafel geben
Bürgerrechtlerin Urban und Künstler Klemm wollen an das Henriette-Goldschmidt-Haus erinnern | Eine späte Genugtuung verspüren derzeit viele Leipziger, die sich vor 17 Jahren an einer bürgerlichen Protestbewegung gegen den Abriss des Henriette-Goldschmidt-Hauses in der Friedrich-Ebert-Straße 16 beteiligt haben. Denn Investoren wollen jetzt in der Nähe des alten Standortes einen Neubau errichten, der alle wesentlichen Elemente der alten Fassade erhalten soll. [weiter...]

 
 
 
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