Gedenkstein Parthenstraße - Juden in Sachsen

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Gedenkstein Parthenstraße

1988 –

Am 16.11.1988 wurde der von Peter Makolies geschaffene Stein eingeweiht (Parthenstraße/Pfaffendorfer Straße; ggü. Zoo). Auf den Tag genau fünfzig Jahre vor der Einweihung des Gedenksteins wurden in der Pogromnacht einige hundert jüdischer Bürger aus ihren Häusern, Wohnungen und Geschäften an die Parthe verschleppt und für den Abtransport in das Konzentrationslager Buchenwald zusammengetrieben, darunter zahlreiche Ärzte und Geschäftsinhaber, Beamte der Gemeindeverwaltung. Zu den bei der Novemberaktion Verhafteten zählte Martin Althertum, David Ehrlich, Julius Krause, Alfred Nordheimer. Hans Nachod und dessen Sohn entgingen der Verhaftung nur durch die Hilfe der Familie Drucker. Die Ärzte des Israelitischen Krankenhauses wurden ebenfalls verschleppt. Nach wochenlanger Haft kam die Mehrzahl der Inhaftierten bis Februar 1938 frei. Viele wurden nur unter der Bedingung entlassen, dass sie alsbald das Land verlassen. Fast alle emigrierten noch im selben Jahr.

Literatur:

  • Bund der Antifaschisten e.V.; Stadtverband Leipzig der Verfolgten des Naziregimes [Hrsg.]: Stätten des Gedenkens für Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und für antifaschistische Widerstandskämpfer in und um Leipzig, GNN Verlag Schkeuditz, Schkeuditz, 2006, 132.

  • Hebenstreit, Uta: Die Verfolgung jüdischer Ärzte in Leipzig in den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur: Schicksale der Vertriebenen, Dissertation, Universität Leipzig, Leipzig, 1997, 50f.

 
 
 
 
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