Gebr. Hirschfeld - Juden in Sachsen

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Damen- und Kinderkonfektionshaus Gebrüder Hirschfeld

1907

1906 gründeten die Gebrüder Hirschfeld in Leipzig die offene Handelsgesellschaft „Gebrüder Hirschfeld“. Gesellschafter der Firma sind die Hamburger Kaufleute Isidor und Benno Hirschfeld.

Die Handelsgesellschaft eröffnete im März 1907 in Leipzig ein Damen- und Kinderkonfektionshaus, das sich in der Petersstraße 42 befand. Das Geschäft wurde mehrmals erweitert. 1914 entschließt man sich, die Passageräume des benachbarten Messehauses „Großer Reiter“ für Lagerzwecke anzumieten. Anfang der 20er Jahre kam die Petersstraße 40 dazu.

Im September 1938 wurde gegen die Firma Gebrüder Hirschfeld von den Nationalsozialisten eine vorläufige Sicherungsanordnung erlassen und den Besitzern damit die Verfügungsgewalt über das Vermögen und die Firma entzogen. In Folge wurden die Liquidierung und der Verkauf der Firma erzwungen. Zwei Mitglieder der Familie Hirschfeld verbrachten die Nationalsozialisten während der „Sonderaktion“ der Pogromnacht vom November 1938 nach Buchenwald. Nach ihrer Entlassung emigrierten die Hirschfelds nach England. 1941 wurden ihnen die Staatsbürgerschaft aberkannt und ihr noch in Deutschland verbliebenes Vermögen durch das Reich eingezogen.

Literatur:

  • Kujawa, Patrizia: Die Geschichte der Juden von Leipzig von 1933 bis 1938: dargestellt am Beispiel der Kaufmannsfamilie Hirschfeld, Belegarbeit, Leipzig, 1999, 7 – 19.

 
 
 
 
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