Ez-Chaim Synagoge - Juden in Sachsen

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Ez-Chaim Synagoge

1922 - 1938

Der berühmte Leipziger Pelzhändler Chaim Eintingon stiftete 1922 die orthodoxe, vom Architekten Gustav Pflaume gebaute Synagoge Ez Chaim (Baum des Lebens). In der 1922 geweihten Synagoge wurde der Gottesdienst nach traditionellen orthodoxen Riten abgehalten. Im Unterschied zur liberalen Gemeindesynagoge gab es keine Orgel.

Die Ez-Chaim Synagoge verfügte über 1200 Sitzplätze und war die größte orthodoxe Synagoge Sachsens. Die Einrichtung der Synagoge entsprach den Bedürfnissen der in den Jahrzehnten um die Jahrhundertwende und bis in die 30er Jahre hinein mehrheitlich aus dem orthodoxen Osten eingewanderten Juden. Seit ihrer Einweihung wirkte Dr. Carlebach als Rabbiner. Nathan Wilkomirski war als Oberkantor der Synagoge bestellt. Fabian Gonski übernahm 1928 den Chor der Ez-Chaim Synagoge.

Nachdem die Synagoge in der Reichskristallnacht von einem Trupp des NS-Kraftfahrerkorps in Brand gesteckt worden war, musste sie abgerissen werden. An ihren ehemaligen Standort erinnert heute eine Gedenktafel.

Literatur:

  • Kowalzik, Barbara: Wir waren eure Nachbarn: Die Juden im Leipziger Waldstraßenviertel, Pro Leipzig, Leipzig, 1996, 61 – 68.


 
 
 
 
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