Ernst–Toller-Straße - Juden in Sachsen

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Ernst-Toller-Straße

1950 -

Die Ernst-Toller-Straße in Lößnig entstand durch Umbenennung der Colloredostraße „auf Grund der Verordnung der DDR vom 30.03.1950". Eine weitere Ernst-Toller-Straße befand sich bis zur Eingemeindung in der damaligen Gemeinde Mölkau (heute Ortsteil Leipzigs). Diese heißt seit Dezember 2000 Gustav-Feilotter-Straße.

Der Schriftsteller Ernst Toller wurde am 01.02.1893 in Samotschin (Polen) geboren. Er stammte aus einer deutsch-jüdischen Bürgerfamilie. Die Teilnahme am Ersten Weltkrieg und die Revolution von 1918 wurden zu den Schlüsselereignissen in seinem Leben.  Im November 1918 stand er als zweiter Vorsitzender der Exekutivrates  der Bayrischen Arbeiter -, Bauern- und Soldatenräte mit an der Spitze der Bayrischen Räterepublik. Nach dem Scheitern der Räterepublik wurde er wegen Hochverrats zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt.

In dieser Zeit entstanden eine Vielzahl von Theaterstücken u.a. 1922 „Der Hinkemann". Das Drama um einen durch den Krieg physisch und psychisch geschlagenen Mann, der im Nachkriegsdeutschland untergeht, wurde 1923 im Leipziger Alten Theater (Stadttheater) uraufgeführt.

1933 emigrierte Toller über die Schweiz und England in die USA. Toller warnte im Ausland vor dem heraufziehenden Faschismus. Nach dem Sieg Francos im Spanischen Bürgerkrieg nahm er sich 1939 in New York das Leben.

Literatur:

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie & Deutscher Biographischer Index, Saur, 2001, München.

  • Stadt Leipzig, Straßennamensverzeichnis 2001 [8/01], S. 25

  • http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Toller, 09.08.2007.


Bestand der Stadtbibliothek:

  • Toller, Ernst: Eine Jugend in Deutschland, Rowohlt, 1983, Reinbek bei Hamburg.

  • Dove, Richard: Ernst Toller: ein Leben in Deutschland, aus dem Engl. von Marcel, Steidl, 1993, Göttingen.


 
 
 
 
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