Dezember 2016 - Juden in Sachsen

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Archiv auf Juden in Sachsen - Dezember 2016

19.12.2016 | ND | Shoah und Sex?
Man ist etwas verwundert über die Bekanntgabe der neuen Personalie: Sybille Steinbacher übernimmt die bundesweit erste Holocaust-Professur an der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität. Erstaunlich ist nicht die (Weg-)Berufung einer Professorin von der Universität Wien. Sondern, dass es einen solchen Lehrstuhl bis dato in der Bundesrepublik nicht gegeben haben soll. Trotz renommierter Holocaust-Forscher, von denen hier stellvertretend...  [weiter...]

Sybille Steinbacher

19.12.2016 | LVZ | Happy Chanukka! - Kinderfest im Ariowitsch-Haus | Leipziger Nachwuchs lernt jüdische Traditionsfeier spielerisch kennen
Das ganze Land steckt in den Vorbereitungen auf Weihnachten – doch auch in den nicht-christlichen Gemeinden Deutschlands bereitet man sich derzeit auf nahende Feste vor. Das jüdische Chanukka-Fest fällt traditionellerweise in die gleiche Jahreszeit. In diesem Jahr, das nach jüdischem Kalender die Nummer 5777 trägt, liegen beide so nah beieinander wie selten: Der 25. Dezember markiert den Tag, an dem das achttägige Fest beginnt und die erste Kerze der Chanukkia entzündet wird. [weiter...]

Gemeindetag 2016
 
Anne Frank

19.12.2016 | LVZ | Verhaftung von Anne Frank – Verrat oder Zufall?
Eine neue Studie der Anne-Frank-Stiftung hegt Zweifel an der bisherigen Darstellung, die zur Deportation der Familie ins KZ führte
AMSTERDAM. Sie hat das wohl berühmteste Tagebuch der Welt geschrieben: Anne Frank, das jüdische Mädchen, das mit ihren Eltern während des Zweiten Weltkrieges in dem Hinterhaus an der Prinsengracht 263 untergetaucht war. Doch nun gibt es neue Enthüllungen, die die Geschichte Franks in einem neuen Licht erscheinen lassen: Möglicherweise beruhte die Verhaftung der 15-jährigen durch den deutschen „Sicherheitsdienst“ (SD) im August 1944 doch nicht auf einem Verrat. [weiter...]

 

17.12.2016 | ND | Ich fühle mich wie Don Quijote | Der jüdische Rapper Ben Salomo versucht, sich in einer Szene zu behaupten, die er als antisemitisch verseucht erlebt
Ben Salomo ist der erste jüdische Rapper Deutschlands. Der 39-Jährige heißt mit bürgerlichem Namen Jonathan Kalmanovich und wohnt in Berlin. Über sein Debüt-Album »Es gibt nur einen«, Antisemitismus im deutschen Rap und seine israelischen Wurzeln sprach Jérôme Lombard mit dem Musikkünstler. [weiter...]

Ben Salomo
 

17.12.2016 | LVZ | Martin Luther und die Juden | Ausstellung zu einem brisanten Thema in der Taborkirche
Uwe Wittig, 52 Jahre alt, ist der Hausmeister der Taborkirche in Kleinzschocher. Seit fast 25 Jahren übt er seinen Job aus. Der vergangene Montag war für ihn kein Tag wie jeder andere. Punkt 10 Uhr am Morgen muss Wittig die Kirche aufschließen, denn in dem neoromanischen Gotteshaus ist gerade eine Ausstellung zu sehen. Hat der Besucher die in Augenschein genommen, wird er nicht behaupten können, dass sie gestalterisch übermäßig aufregt. Ihr Inhalt freilich ist mit Blick auf das Reformationsfeierjahr 2017 brisant, thematisiert sie doch unter dem Titel „Ertragen können wir sie nicht – Martin Luther und die Juden“ eine der Auseinandersetzungen im Kontext der aktuellen Beschäftigungen mit dem Reformator. [weiter...]

 

16.12.2016 | TACHLES | Willkommen
Voller Hoffnung auf eine weitere Vertiefung der Beziehungen blickt die jüdische Gemeinschaft in Deutschland auf den demnächst bevorstehenden Wechsel von Außenminister Frank Walter Steinmeier ins Amt des deutschen Staatspräsidenten. So äußerte sich gegenüber der «Jerusalem Post» Yehuda Teichtal, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, betont positiv auf den für Februar 2017 geplanten Amtsantritt des neuen Präsidenten: «Die Tatsache, dass er der Präsident der Bundesrepublik Deutschland werden wird», meinte Teichtal, «ist ein sehr positives Zeichen für die jüdische Gemeinde.»  [weiter...]

Frank Walter Steinmeier
 

Retter aus Hollywood | tachles.ch
13. Dezember 2016
Das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart zeigt die erste, umfassende Ausstellung weltweit über den schwäbisch-jüdischen Filmpionier Carl Laemmle. Mit einem Festakt an der Stattlichen Musikhochschule in Stuttgart hat am vergangenen Donnerstag die erste, umfassende Ausstellung weltweit über den Filmpionier Carl Laemmle (1867-1919) am Haus der Geschichte Baden-Württemberg (HdGBW) eröffnet. Zugegen waren auch Besucher aus den USA wie Ron Meyer, der heutige Vorsitzende der 1912 in Hollywood gegründeten Universalstudios. Meyer sprach über die Verdienste des im schwäbischen Laupheim geborenen Gründers als visionärer Geschäftsmann und Retter von etwa 300 deutschen Juden. Diese hat Laemmle persönlich durch die Vergabe von Bürgschaften (Affidavits) für die Einreise in die USA vor dem Holocaust gerettet. [weiter...]

 
 

Neuerscheinungen des Hentrich & Hentrich Verlag im Überblick


Salamone Rossi
Der italienisch-jüdische Komponist Salamone Rossi veröffentlichte 1622 eine Reihe sakraler hebräischer Chorwerke. Der "Gesang des Salomon" war das erste, das in der Synagoge gehört werden sollte. Joshua R. Jacobson stellt Leben und Werk Rossis vor, auch bei der Festivaleröffnung am 15. Dezember.

Konsum und Gestalt
Leben und Werk von Salman Schocken und Erich Mendelsohn vor 1933 und im Exil in einem umfangreichen Sammelband

Herbert Lewin
Der Arzt, Holocaust-Überlebende und Zentralratspräsident - porträtiert von der Medizinhistorikerin Rebecca Schwoch in den "Jüdischen Miniaturen". Lewins Berufung an die Städtische Frauenklinik in Offenbach 1949 war vom ersten großen antisemitischen Skandal in der BRD überschattet.

Erscheint in Kürze
Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933
Während der NS-Zeit wurden rund 39.000 deutsche Staatsbürger ausgebürgert. Die erste Ausbürgerungsliste vom 25. August 1933 umfasste 33 bekannte Persönlichkeiten, zu denen prominente Namen wie Rudolf Breitscheid, Lion Feuchtwanger, Alfred Kerr, Heinrich Mann, Wilhelm Pieck, Philipp Scheidemann, Ernst Toller, Kurt Tucholsky und Bernhard Weiß gehören.

mehr Verlagserscheinungen hier

 

08.12.2016 | LVZ | Frieden schaffen mit den Mitteln der Musik | Daniel Barenboims Musikakademie öffnet in Berlin | Ein „Experiment in Utopie“ nennt Daniel Barenboim das Projekt: Mitten in Berlin entsteht ein Haus, in dem junge Menschen aus der arabischen Welt und aus Israel gemeinsam musizieren sollen. Mit der Barenboim-Said Akademie geht ein Traum des 74-jährigen Dirigenten und Pianisten in Erfüllung. [weiter...]

 

07.12.2016 | FAZ | Osten, mal anders | Eine Hommage an eine Stadt

Seit die Fußballer von RB ganz oben in der Bundesliga mitspielen, sprechen plötzlich alle über Leipzig. Über eine Stadt, die sich ihrer Vorzüge sehr bewusst ist und die mit großem Selbstvertrauen in die Zukunft blickt. Mit dem Begriff „Heiterblick“ geht es schon mal los. So heißen woanders vielleicht Aussichtspunkte oder Läden für ökologische Regionalprodukte, in Leipzig aber ist es der Name einer Firma, die Straßenbahnen baut. „Die Frage danach kommt immer zuerst“, sagt Samuel Kermelk, Geschäftsführer der Heiterblick GmbH, und er hat sichtlich Spaß daran, sie ausführlich zu beantworten. Kermelk ist ein drahtiger Mann von 37 Jahren. Er steht an einem sonnigen Novembermorgen in seinem Büro im zweiten Stock eines Neubaus mit bodentiefen Fenstern und blickt hinüber auf seine Werkhallen: Backsteinbauten mit hundert Jahre alter Patina, denkmalgerecht saniert und, nein, nicht in Ateliers verwandelt, sondern noch immer für die Produktion genutzt. [weiter...]

 

07.12.2016 | LVZ | Protest nach Entlassung am Polnischen Institut in Berlin

BERLIN/WARSCHAU. Mit einem Protestbrief haben Kulturschaffende auf die überraschende Abberufung der Leiterin des Polnischen Instituts in Berlin, Katarzyna Wielga-Skolimowska, reagiert. „Wir sind betrübt und verwundert über die plötzliche und für uns nicht nachvollziehbare Entscheidung“, hieß es in einem Schreiben des Jüdischen Museums Berlin. [weiter...]

 

07.12.2016 | LVZ | Raubkunst: Streit um Gemälde geht weiter | Flechtheim-Erben verklagen Bayern in den USA
Nach einem jahrelangen erfolglosen Streit um die Rückgabe von möglicher NS-Raubkunst haben die Erben des legendären jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim den Freistaat Bayern vor einem US-Gericht verklagt. Der deutsche Anwalt der Erben, Markus H. Stötzel, sagte am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin, seine amerikanischen Kollegen hätten die Klage beim Bundesbezirksgericht für New York Süd eingereicht. [weiter...]

 

05.12.2016 | tachles.ch | Keiner Schuld bewusst

Das Landgericht Dresden hat vergangene Woche Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann wegen Volksverhetzung verurteilt. Er hatte vor zwei Jahren Flüchtlinge und Asylbewerber verunglimpft. [weiter...]

 

Heute ist nichts mehr vorhersehbar
02.12.2016 | tachles.ch
In diesem Jahr sind gleich zwei Bücher des israelischen Schriftstellers Nir Baram auf Deutsch erschienen
Dem israelischen Autor Nir Baram geht es in seinen Büchern darum, ein realistisches Bild von unserer Zeit zu kreieren. tachles: Herr Baram, Ihr neues Buch «Weltschatten» gleicht einem Abenteuerroman, er ist sehr umfangreich und umfasst drei verschiedene Handlungsstränge, die jeweils in einer anderen Zeit an verschiedenen Orten spielen und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden. Was war Ihre Motivation zu diesem monumentalen Buch? [weiter...]

 

18.11.2016 | LZ | Ein Schelm | Antisemitische Hetzschriften aus Leipzig

Wie kann man in heutigen Zeiten als Fan des Dritten Reiches Hitlers "Mein Kampf" neu herausbringen, Alfred Rosenbergs NS-Schriften vertreiben und weitere antisemitische Hetzschriften als Nachdrucke im Netz verkaufen? Offenbar, indem man in den Produktbeschreibungen Bücher wie "Judas der Weltfeind" oder "Das Buch Isidor" vom ehemaligen Reichspropagandaminister Joseph Goebbels mit schelmischen Worten begleitet und sich vor allem vom Inhalt distanziert. [weiter...]

 
 
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