Centralverein - Juden in Sachsen

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Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens - Ortsgruppe Leipzig

1893 - 1938

Der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens wurde 1893 in Berlin zur Durchsetzung der staatsbürgerlichen Rechte und zur Bekämpfung des Antisemitismus gegründet.

Der 1893 in Leipzig gegründete Centralverein hatte zunächst nur eine kleine Ortsgruppe. Dies mag auch daran gelegen haben, dass die Mehrheit der in Sachsen wohnhaften Juden keine deutschen Staatsbürger waren. Als 1917 Rabbiner Felix Goldmann nach Leipzig kam und den Aufbau des Centralvereins aktiv betrieb, gelang es, einige weitere Ortsgruppen zu gründen. Die Mitgliederzahl betrug zu Hochzeiten 1600. 1931 wendete der Centralverein viele Kräfte auf, um ein drohendes Verbot der Schächtung in Sachsen zu verhindern. Darüber hinaus widmete der Verein sich hauptsächlich dem Kampf gegen den Nationalsozialismus, was sich auch in mehreren Publikationen niederschlug.

1935 musste sich der Centralverein in Central-Verein der Juden in Deutschland und 1936 in Jüdischen Central-Verein umbenennen. 1938 wurde der Centralverein verboten und in der Reichsvereinigung der deutschen Juden aufgelöst.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 286, 310 – 312.

  • Höppner, Solvejg; Jahn, Manfred: Jüdische Vereine und Organisationen in Chemnitz, Dresden und Leipzig 1918 bis 1933: Ein Überblick, Sächsisches Druck- und Verlagshaus, Dresden, 1997, 39.

  • Schoeps, Julius: Neues Lexikon des Judentums, Bertelsmann Lexikon Verlag, 90f.

 
 
 
 
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