Borochow-Heim - Juden in Sachsen

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Borochow-Heim

1926 - 1933

Das Borochow-Heim der „Poale Zion“ (Jüdische Sozialdemokratische Arbeiter-Organisation) befand sich in der Löhrstraße 11 und beherbergte 1926 bis 1928 den Sitz der Leitung der „Poale Zion“. Dann zog die Geschäftsführung der Organisation in die Eberhardstraße 13. Das Borochow-Heim wurde wahrscheinlich bereits 1933 geschlossen.

Leo (Ber) Borochow (1881-1917), dessen Name das Heim trug, trat als Aktivist des Labour-Zionismus und Organisator der „Poale Zion" -Gruppen und ihrer Vereinigung zu einer Partei hervor. 1906, im Zuge der Russischen Revolution, gründete sich die „Jüdische Sozialdemokratische Arbeiterpartei" (Poale Zion). Die Partei forderte „persönliche Autonomie" und ein jüdisches Parlament. Borochows „Palästina-Projekt" zielte auf die Bildung eines jüdischen Proletariats als Avantgarde kommender sozialistischer Revolutionen ab.

1930 bis 1933 war Ello Selinger Vorsitzender der Poale Zion in Leipzig.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, S. 485.

  • Höppner, Solvejg; Jahn, Manfred: Jüdische Vereine und Organisationen in Chemnitz, Dresden und Leipzig 1918 bis 1933: Ein Überblick, Sächsisches Druck- und Verlagshaus, Dresden, 1997, 43.


 
 
 
 
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