Beth-Jehuda-Synagoge - Juden in Sachsen

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Beth-Jehuda-Synagoge

1921 -1939

1915 kaufte Louise Ariowitsch, die Witwe des Pelzhändlers Julius Ariowitsch (König des Brühl) das Grundstück, auf dem die Synagoge entstand. Sie selbst wohnte mit ihrer Familie im Vorderhaus. Das Hinterhaus wurde hingegen für verschiedene Zwecke benutzt. So hatte dort unter anderem der Jugendrat seine Geschäfts- und Unterrichtsräume. 1921 wurde ein Raum zu einer Synagoge ausgebaut.

Nach Verwüstungen in der Reichskristallnacht wurde die Synagoge 1939 geschlossen, da viele Gemeindemitglieder ausgewandert waren. Von 1940 bis 1943 wohnten im nunmehr als Wohnheim genutzten Gebäude Obdachlose. Seit 1943 dienten die beiden Gebäude als Judenhäuser.

1946 fand in der Beth-Jehuda-Synagoge die erste Sederfeier der Nachkriegsgemeinde statt. Dennoch wurde die Synagoge nicht wiederbelebt und während der Zeit der DDR befand sich hier die Produktionsstätte eines VEB.

Literatur:

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, Chemnitz, Leipzig, 1993, 230.

  • Lange, Bernd-Lutz: Jüdische Spuren in Leipzig, Forum Verlag Leipzig, Leipzig, 1993, 49ff.

 
 
 
 
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