Barnet-Licht-Platz - Juden in Sachsen

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Barnet-Licht-Platz

1947 -

Der nach Barnet Licht, einem Leipziger Chorleiter und Politiker, benannte Platz in Leipzig-Reudnitz trägt diesen Namen seit 1947.

Barnet Licht wurde 1874 in Wilna geboren. Nachdem er seine Jugend in New York verbracht hatte, kam Barnet Licht 1898 nach Leipzig, um hier Musik und Musikwissenschaften zu studieren. 1899 übernahm er die Leitung des Männerchores Rütli. Im Laufe der Zeit wurde er Chorleiter einer Vielzahl Leipziger Chöre, die er 1907 in den Lichtschen Chören zusammenfasste.  1911 gründete er die Musikabteilung des Arbeiterbildungsinstitutes und 1924 das Arbeiter-Kammerorchester.

Im Herbst 1924 übernahm er als Chordirigent den Synagogenchor der Gemeindesynagoge. Bis 1933 war er der Musikreferent der Leipziger Volkszeitung. Nach 1934 arbeitete er im Jüdischen Kulturbund und gründete 1939 einen Kinderchor.

Nach Kriegsende kehrte Licht aus dem KZ Theresienstadt, wohin er im Februar 1945 deportiert worden war,  nach Leipzig zurück. 1946 wurde er Stadtverordneter und ihm wurde der Professorentitel verliehen. Noch zu seinen Lebzeiten wurde 1947 der Barnet-Licht-Platz  in Leipzig nach ihm benannt.

Literatur:

  • Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, Berlin, 1994, 39.

  • Kirchhof, Heike: Jüdisches Leben in Leipzig: Gestern - Heute – Morgen: Ein Literatur- und Bestandsverzeichnis der Rolf-Kralovitz-Bibliothek der ECS Stiftung Leipzig, Leipzig, 2006, 135f.

  • Riedel, Horst: Stadtlexikon Leipzig von A bis Z, Pro Leipzig, Leipzig, 2005, 435.

  • Schinköth, Thomas: Jüdische Musiker in Leipzig 1855-1945, Klaus-Jürgen Kamprad, Altenburg. 1994, 28ff.


 
 
 
 
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