Alter Israelitischer Friedhof - Juden in Sachsen

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Alter Israelitischer Friedhof

1864 - 1928

1862 kaufte die jüdische Gemeinde vom Gutsbesitzer Hennig in der Eutritzscher Berliner Straße ein Grundstück, um es als zweiten Friedhof zu nutzen, da der Friedhof an der Stephanstraße (Ehemaliger Israelitischer Friedhof) für die rasch wachsende Gemeinde zu klein wurde.

Im März 1864 eröffnet, wurde auf dem Friedhof bis 1928 bestattet. Hier ruhen unter anderen der Rabbiner Abraham Meyer  Goldschmidt und seine Frau Henriette Goldschmidt, sowie Abraham Adler. Auf dem Friedhofsgelände befindet sich auch das Ehrenmal für die Leipziger jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Es wurde auf Initiative des Bundes jüdischer Frontsoldaten errichtet. Mit einer Gedenkplatte wird daran erinnert, dass jüdischen Kindern in der Zeit der Nazi-Diktatur das Spielen im Freien nur auf dem Friedhofsgelände erlaubt war. Bis Anfang der 90er Jahre befand sich auf dem Friedhof die einzige erhalten gebliebene Plastik des jüdischen Bildhauers und Arztes Raphael Chamizer „Trauer“. Nach einer Schändung des Friedhofs durch Neonazis wurde das Kunstwerk in der Feierhalle des Neuen Israelitischen Friedhofs an der Delitzscher Straße aufgestellt.

Literatur:

  • Lange, Bernd-Lutz: Jüdische Spuren in Leipzig, Forum Verlag Leipzig, Leipzig, 1993, 19 – 27.

  • Bund der Antifaschisten e.V.; Stadtverband Leipzig der Verfolgten des Naziregimes [Hrsg.]: Stätten des Gedenkens für Verfolgte und Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und für antifaschistische Widerstandskämpfer in und um Leipzig, GNN Verlag Schkeuditz, Schkeuditz, 2006.

 
 
 
 
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