Ahawas Thora eV - Juden in Sachsen

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Ahawas Thora (Talmud Thora) e.V.

1919 - 1940

Der 1919 gegründete orthodoxe Ahawas Thora Verein hatte sich der Vermittlung jüdischen Wissens an seine Mitglieder und die Jugend verschrieben. Zu diesem Zweck unterhielt er eine Talmud-Thora-Schule und eine Synagoge. Der Verein wurde 1919 gegründet und  Ende 1940 durch Eingliederung in die Reichsvereinigung der Juden aufgelöst.

Von 1920 bis 1927 leitete der Bankier und Unternehmer Gabriel Nathansen den Verein. Nathansen engagierte sich, wie die gesamte Vereinsführung (Stein, Sachs, Kestenbaum), politisch in der orthodoxen Jüdischen Volkspartei und nahm als Listenkandidat der JVP an den Gemeindewahlen 1928 teil. Er vertrat die Orthodoxen als Gemeindevertreter der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. Nathansen kam 1944 in Theresienstadt ums Leben.

Literatur:

  • Bertram, Ellen: Menschen ohne Grabstein: Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden. Herausgegeben von Rolf und Brigitte Kralovitz in Verbindung mit der Ephraim Carlebach Stiftung und der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, 2001, Leipzig, 178.

  • Diamant, Adolf: Chronik der Juden in Leipzig, Heimatland Sachsen, 1993, Chemnitz, Leipzig, 404.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 46.

  • Höppner, Solvejg; Jahn, Manfred: Jüdische Vereine und Organisationen in Chemnitz, Dresden und Leipzig 1918 bis 1933: Ein Überblick, Sächsisches Druck- und Verlagshaus, 1997, Dresden, 38, 41.

 
 
 
 
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