Adlerblum - Aron - Juden in Sachsen

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Adlerblum, Jacob (1910 -  )
Adlerstein, Aron Alex (1913 - 2000)
Affenkraut, Cilly (1909 -  )
Affenkraut, Dora (Dewora) Reisel (1884 -  )
Affenkraut, Israel (1885 -  )
Affenkraut, Jakob (1908 -  )
Affenkraut, Klara (1920 - 1942 im KZ Auschwitz)
Affenkraut, Leni (1928 -  )
Affenkraut, Moses (1881 - 1942 im KZ Auschwitz)
Affenkraut, Rosa (1919 -  )
Agnon, Schmuel Josef (1888 - 1970)
Ahrens, Hedwig (1877 -  )
Ainmann, Eugenie (1889 - 1942 im KZ Auschwitz)
Aizen (Eisen), Susanna (1924 - 1943 im KZ Auschwitz)
Ajzen, Simon David (1884 - 1940 im KZ Buchenwald)
Alexander, Dewara (1939 - )
Alexander, Edgar (1868 - 1943 im KZ Auschwitz)
Alexander, Frieda (1912 -  )
Alexander, Frieda (1929 -  )
Alexander, Friedrich Isidor (1888 -  )
Alexander, Gustav (1896 - 1916)
Alexander, Hedwig (1871 - 1943 im Ghetto Theresienstadt)
Alexander, Herbert (1902 - 1946)
Alexander, Israel (1870 -  )
Alexander, Jenny Shana (1892 -  )
Alexander, Judes (1921 - 1942)
Alexander, Paul Leopold (1915 -  )
Alexander, Walter (1899 - 1940)
Alkan, Johanna (1879 – 1943 im Ghetto Theresienstadt)
Alkan, Julius (1881 -  )
Almekias-Siegl, Salomon (1946 -  )
Altberg, Anna (1879 - 1942)
Altberg, Bernhard Berish (1878 - 1942)
Altberg, Elke (1884 -  )
Altberg, Helena Hinda (1878 - 1942)
Altberg, Markus Aspis (1875 - 1936)
Alter, Rachela (1914 - 1944)
Alterthum, Martin (um 1889 - 1977)
Altmann, Heinrich Chaskel (1886 -  )
Altmann, Henriette Jutta (1930 -  )
Altmann, Judita (1922 - 1940)
Altmann, Leiser Iser (1906 - 1942)
Altmann, Manfred Bernd (1929 - 1943 im KZ Auschwitz)
Altmann, Max (1896 -  1944 im KZ Auschwitz)
Altmann, Moritz Moszek (1893 - 1940 im KZ Sachsenhausen)
Altmann, Richard (1852 - 1900)
Altmann, Ryfka (1854 - 1942)
Altmann, Sophie (1900 -  )
Altmann, Zella (1902 -  )
Amper, Siegfried (1921 -  )
Apfel, Hermann (1884 -  )
Apfel, Leopold
Apfelbaum, Rene (1921 -  )
Appel, Louise (1878 -  )
Appel, Samuel (1879 -  )
Apt, Max (1869 - 1957)
Ardel, Arthur Simon
Ardel, Clara (1876 - 1942 im Ghetto Theresienstadt)
Ardel, David (1853 - 1929)
Ardel, Erika (1916 - 1944)
Ardel, Gert (1923 -  )
Ardel, Harry Horst (1915 - 1943 im KZ Auschwitz)
Ardel, Heinrich (1891 - 1956)
Ardel, Irene Frieda (1906 -  )
Ardel, Josef (1876 - 1964)
Ardel, Lina (1886 - 1955)
Ardel, Lotte (1909 -  )
Ardel, Regina (1881 - 1944 im KZ Auschwitz)
Ariowitsch, Julius (1855 - 1908)
Ariowitsch, Louise (1856 - 1939)
Ariowitsch, Max (1880 - 1969)
Armhaus, Victor (1859 - 1942 im Ghetto Theresienstadt)
Arndt, Hugo (1886 - 1943 im KZ Auschwitz)
Arnhold, Gertrud (1873 - 1943 im Ghetto Theresienstadt)
Aron, Adolf (1904 - 1945 im KZ Buchenwald)
Aron, Bernhard (1878 -  )
Aron, Berta (1857 - 1942 im Ghetto Theresienstadt)
Aron, Clara (1903 - 1942 im KZ Auschwitz)
Aron, Claude (1936 -  )
Aron, Jancu (1866 - 1941 in der Heilanstalt Leipzig-Dösen)
Aron, Paul (1886 - 1955)
Aron, Schmil David (1896 -  )
Aron, Silca (1871 - 1943 im KZ Auschwitz)
Aron, Wilhelm (1889 - 1943 im KZ Auschwitz)

 

Adlerstein, Aron
* 1913 Biala Podlask
+ 2000 Leipzig

Aron Adlerstein wurde 1913 in Biala Podlask geboren. Während  des Zweiten Weltkriegs wurde er durch die deutsche Wehrmacht nach Deutschland verschleppt, im Juni 1943 nach Auschwitz deportiert und von dort nach Oelsnitz im Vogtland. Im April 1945 befreiten ihn US-amerikanische Truppen. Aron Adlerstein zog im Dezember 1946 nach Leipzig und betrieb bis Ende der 1970er Jahre ein Textilgeschäft. Von 1988 bis zu seinem Tode im Jahre 2000 war er  Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig. 1997 erhielt er die Ehrenmedaille der Messestadt Leipzig.

Literatur:

  • Held, Steffen: Zwischen Tradition und Vermächtnis. Die israelitische Religionsgemeinde zu Leipzig nach 1945, Dölling und Galitz Verlag, 1995.

  • Kirchhof, Heike: Jüdisches Leben in Leipzig: Gestern - Heute – Morgen: Ein Literatur- und Bestandsverzeichnis der Rolf-Kralovitz-Bibliothek der ECS Stiftung Leipzig, 2006, Leipzig, 87-88.


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Affenkraut, Cilly
* 1909 Leipzig

Cilla (Cilli) Affenkraut wurde am 19.02.1909 in Leipzig geboren. Laut der Klarsfeld-Liste von Deportierten aus Frankreich war sie unter den Deportierten, die am 17.07.1942 von Pithiviers nach Auschwitz verschleppt wurden. Ihr Vater war A. Israel.

Literatur:

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.


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Affenkraut, Dora
* 1918 Leipzig
* 1942 verschollen

Dora Reisel Affenkraut wurde am 31.10.1884 in Bochnia geboren. Sie war mit dem Textilwarenhändler Israel Affenkraut verheiratet. Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 8 und später im Judenhaus Walter-Blümel-Straße 21 (heute Löhrstraße).Der Ehemann emigrierte mit den Kindern vermutlich nach Belgien.  Nur Dora  und die Tochter Rosa blieben in Leipzig zurück. Sie wurden am 21.01.1942 nach Riga deportiert.

Literatur:

  • Bertram, Ellen: Menschen ohne Grabstein: Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden. Herausgegeben von Rolf und Brigitte Kralovitz in Verbindung mit der Ephraim Carlebach Stiftung und der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leipzig, 2001, 56.

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 9.


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Affenkraut, Israel
* 1885 Bochnia, Krakov
Textilwarenhändler

Israel Affenkraut kam am 15.07.1885 in Bochnia in der Familie von Abraham und Rosa Affenkraut, geborene Hasenlauf, zur Welt. Er war mit Dora (Dewora) Affenkraut, geborene Unger, verheiratet. Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 8 und später im Judenhaus Walter-Blümel-Straße 21 (heute Löhrstraße). Israel emigrierte mit den Kindern Cilla, Leni und Klara vermutlich nach Belgien und Frankreich. Dort starb Israel Affenkraut. Cilli, Leni und Klara wurden in das KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Die Ehefrau Dora  und die Tochter Rosa waren in Leipzig geblieben. Sie wurden am 21.01.1942 nach Riga verschleppt.

Literatur:

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 9.


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Affenkraut, Jakob
* 1908 Leipzig

Jacob Affenkraut war der Sohn von Israel Affenkraut. Er wurde 1908 in Leipzig geboren und war mit Miryam Affenkraut verheiratet. Die Familie lebte in Krakov. Jakob starb in der Shoah.

Literatur:

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.


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Affenkraut, Klara
* 1920 Leipzig
* 1942 KZ Auschwitz

Klara Affenkraut wurde 1920 in Leipzig geboren. Sie war die Tochter des Textilwarenhändler Israel Affenkraut und dessen Frau Dora Reisel A., geborene Unger. Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 8 und später im Judenhaus Walter-Blümel-Straße 21 (heute Löhrstraße). Israel Affenkraut emigrierte mit den Kindern vermutlich nach Belgien. Dora und die Tochter Rosa blieben in Leipzig zurück. Klara starb 1942 im KZ Auschwitz.

Literatur:

  • Bertram, Ellen: Menschen ohne Grabstein: Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden. Herausgegeben von Rolf und Brigitte Kralovitz in Verbindung mit der Ephraim Carlebach Stiftung und der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leipzig, 2001, S. 56.

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 9.


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Affenkraut, Leni
* 1928 Leipzig

Leni Affenkraut kam am 10.11.1928 in Leipzig als Kind der Familie des Textilhändlers Israel Affenkraut und dessen Ehefrau Dora (Dewora) Reisel Affenkraut, geborene Unger, zur Welt. Israel Affenkraut emigrierte mit mehreren Kindern der Familie. Während des Zweiten Weltkriegs hielt sich Leni in Belgien und Frankreich auf. Laut der Klarsfeld-Liste befand sich Leni Affenkraut auf dem Transport 25, der am 26.08.1942 von Drancy nach Auschwitz startete.

Literatur:

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.


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Affenkraut, Moses
* 1881 Bochnia, Krakov
* 1942 Polen
Kaufmann

Der Kaufmann Moses Affenkraut wurde 1881 in Bochnia in der Familie von Abraham und Rosa Affenkraut geboren. Er war verheiratet und der Bruder des Textilhändlers Israel Affenkraut. Moses Affenkraut kam 1942 in Auschwitz ums Leben.

Literatur:

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.


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Affenkraut, Rosa
* 1918 Leipzig
* 1942 verschollen

Rosa Affenkraut wurde am 19.11.1919 in Leipzig geboren. Sie war die Tochter des Textilwarenhändler Israel Affenkraut und dessen Frau Dora Reisel A., geborene Unger. Die Familie wohnte in der Humboldtstraße 8 und später im Judenhaus Walter-Blümel-Straße 21 (heute Löhrstraße). Der Ehemann emigrierte mit den Kindern vermutlich nach Belgien. Dora und die Tochter Rosa blieben in Leipzig zurück. Rosa und ihre Mutter wurden am 21.01.1942 nach Riga deportiert.

Literatur:

  • Bertram, Ellen: Menschen ohne Grabstein: Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden. Herausgegeben von Rolf und Brigitte Kralovitz in Verbindung mit der Ephraim Carlebach Stiftung und der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leipzig, 2001, S. 56.

  • The Central Database of Shoa Victims` Names.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 9.


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Agnon, Schmuel Josef (Schmuel Josef Czaczkes)
* 1888 Buczacz
+ 1970 Recholot bei Tel Aviv
Schriftsteller

Der Schriftsteller Josef Agnon wurde am 17.07.1888 in einer wohlhabenden Kaufmanns- und Schriftgelehrtenfamilie in Buczacz (Galizien) geboren. Wie Martin Buber lernte er väterlicherseits das chassidische Judentum und mütterlicherseits die deutsche Literatur kennen. Agnons Vater Mordechai Czaczkes war Pelzhändler und chassidischer Rabbiner. Agnon erhielt eine klassische jüdische Gelehrtenausbildung und veröffentlichte bereits mit 15 Jahren erste Gedichte in Jiddisch und Hebräisch. Nachdem er sich der zionistischen Bewegung angeschlossen hatte, siedelte er 1907 nach Palästina über.

1912 zogen seine Verwandten nach Leipzig und Agnon reiste nach Deutschland. Aus der geplanten Reise wurde ein mehrjähriger Aufenthalt. Agnon fand sowohl in den Leipziger als auch in den Berliner jüdischen Kreisen schnell seinen Platz. Er wurde mit seinem späteren Herausgeber und Förderer, dem Kaufmann Salman Schocken, bekannt. In Leipzig waren seine Verwandten, bei denen er zwischen 1915 und 1924 wohnte sowie die befreundete, zionistisch gesinnte Familie Lehrfreund Anlaufpunkte. Die Leipziger Atmosphäre dieser Jahre gibt seine Erzählung "Herrn Lublins Laden" wieder. Gemeinsam mit Aron Eliasberg, der für die zionistische Wende Bubers in dessen Leipziger Zeit den Anstoß gab, verfasste Agnon 1916 "Das Buch von den polnischen Juden". Im Unterschied zu vielen Intellektuellen ihrer Zeit, verzichteten Agnon und Eliasberg auf Verklärung und Romantisierung der Juden und der Ostjuden im Besonderen, wie sie noch bei Lasker-Schüler und Werfel zu finden waren.

1920 heiratete Agnon Esther Marx. Als 1920 Agnons Haus in Bad Homburg durch einen Brand zerstört wurde, u.a. verbrannten zahlreiche Manuskripte und die Bibliothek, verließ Agnon mit seiner Familie Deutschland und ging nach Palästina. In Leipzig hinterließ er eine Inschrift auf dem Grabstein von Benjamin Wolf Lehrfreund auf dem Alten Israelitischen Friedhof.

1966 erhielt Agnon den Nobelpreis für Literatur. Als erster hebräischer Schriftsteller wurde er für seine  Erzählkunst über das jüdische Leben ausgezeichnet.  Agnon starb 1970 und wurde am Ölberg begraben.

Literatur:

  • Deutsche Biographische Enzyklopädie & Deutscher Biographischer Index, Saur, 2001, München.

  • Kirchhof, Heike: Jüdisches Leben in Leipzig: Gestern - Heute – Morgen: Ein Literatur- und Bestandsverzeichnis der Rolf-Kralovitz-Bibliothek der ECS Stiftung Leipzig, 2006, Leipzig, 88-89.

  • Kowalzik, Barbara: Wir waren eure Nachbarn: Die Juden im Leipziger Waldstraßenviertel, Pro Leipzig, 1996, Leipzig, 24.


Im Bestand der Stadtbibliothek Leipzig:

  • Herzog, Andreas: Wie ein Gast zur Nacht: der jüdische Schriftsteller Schmuel Josef Agnon..., in: Leipziger Blätter, Herbst 1995, H.27.

  • Agnon, Samuel Josef: Herrn Lublins Laden, Kiepenheuer, 1993, Leipzig.


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Ahrens, Hedwig
* 1877 Offenburg, Baden
+ 1942 verschollen
Prokuristin

Hedwig Ahrens, verwitwete Löwensohn, geborene Tausig, kam am 14.1.1844 in Offenburg (Baden) zur Welt. Sie war von Beruf Prokuristin und wohnte in der Humboldtstraße 3 und später im Judenhaus Humboldtstraße 4. Am 21.01.1942 wurde sie nach Riga deportiert.

Literatur:

  • Bertram, Ellen: Menschen ohne Grabstein: Die aus Leipzig deportierten und ermordeten Juden. Herausgegeben von Rolf und Brigitte Kralovitz in Verbindung mit der Ephraim Carlebach Stiftung und der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Leipzig, 2001, 56.

  • Ephraim Carlebach Stiftung [Hrsg.]: Leipziger Jüdisches Jahr- und Adressbuch 1933, arani, 1994, Berlin, 9.


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